Witterung im 1. Quartal 2026 (Januar, Februar, März), HGT 4.2025-3.2026
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Am Abend des 19. Januar verursachte ein starker Sonnensturm intensive Polarlichter am Schweizer Nachthimmel (Standort Leutwil AG). (Foto: Andreas Walker)

26.05.2026
Andreas Walker / PW

Wechselhaftes Winterquartal 26

Das Winterquartal war im Januar kalt, im Februar wurden teilweise Rekord-Neuschneemengen erreicht, während der März sonnig und eher trocken ausfiel.

Kalter und trockener Januar 

Die Zufuhr kalter Polarluft aus Norden und Nordwesten sorgte vom 30. Dezember bis 7. Januar für eisige Bedingungen in der ganzen Schweiz. Im Jura und in den hohen Lagen der Alpen wichen die Tagesmitteltemperaturen lokal 10-13 °C von den Referenzwerten der Periode 1991-2020 für Januar ab.

Nach einer Übergangsphase vom 8. bis 11. Januar mit teilweise stürmischen Westwinden und regionalen Niederschlagsmengen von über 30 mm und lokalen Niederschlägen in der Westschweiz und am Alpennordhang von über 50 mm in drei Tagen, dominierten vom 12. bis 20. Januar südliche Winde das Wettergeschehen über der Schweiz. Auf der Alpennordseite und inneralpin stiegen die Tagesmitteltemperaturen in dieser Phase verbreitet etwa 2-6 °C und im Wallis, in Berglagen und im Jura lokal 7-11 °C über die durchschnittlichen Werte. Damit wurden die weit unterdurchschnittlichen Temperaturen zu Beginn des Monats zumindest teilweise kompensiert. Trotz Staulage gab es nur wenig Niederschlag auf der Alpensüdseite und fast keine Niederschläge im Engadin.

 

Monatsbilanz Januar 2026

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Januar betrug -2.7 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von -0.4 °C. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen -1.6 °C und +1.7 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von -1.0 °C bis +0.3 °C aufwies.

Die monatliche Niederschlagssumme im Januar lag verbreitet unter dem Durchschnitt. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 14 % und 141 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 40 % bis 80 % aufwies. Die grössten Niederschlagsmengen verzeichnete der Jura. Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus den Regionen Alpennordhang und Nord- und Mittelbünden. Der Januar brachte verbreitet unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Regional wurden weniger als 40 % eines durchschnittlichen Januarniederschlags verzeichnet.

An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 74 % und 145 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 90 % bis 120 % aufwies. Am meisten Sonnenschein erhielten die Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang. Die geringste Sonnenscheindauer verzeichnete die Alpensüdseite. 

Das erste Januardrittel war sehr kalt. So lag auch im Mittelland eine geschlossene Schneedecke. Im Bild das Seetal mit Hallwilersee am 12. Januar 2026. (Foto: Andreas Walker)

Das erste Januardrittel war sehr kalt. So lag auch im Mittelland eine geschlossene Schneedecke. Im Bild das Seetal mit Hallwilersee am 12. Januar 2026. (Foto: Andreas Walker)

Am Abend des 19. Januar verursachte ein starker Sonnensturm intensive Polarlichter am Schweizer Nachthimmel (Standort Leutwil AG). (Foto: Andreas Walker)

Am Abend des 19. Januar verursachte ein starker Sonnensturm intensive Polarlichter am Schweizer Nachthimmel (Standort Leutwil AG). (Foto: Andreas Walker)

Nach mehreren warmen Tagen blühte am 13. Februar in Lenzburg AG ein Meer von Krokussen. (Foto: Andreas Walker)

Nach mehreren warmen Tagen blühte am 13. Februar in Lenzburg AG ein Meer von Krokussen. (Foto: Andreas Walker)

Im Zeitraum vom 10. bis 13. Februar fielen sehr grosse Neuschneemengen. In La Creusaz VS (1720 m) fielen in diesen drei Tagen 115 cm Neuschnee. So sah es in La Creusaz am 21. Februar aus. (Foto: Andreas Walker)

Im Zeitraum vom 10. bis 13. Februar fielen sehr grosse Neuschneemengen. In La Creusaz VS (1720 m) fielen in diesen drei Tagen 115 cm Neuschnee. So sah es in La Creusaz am 21. Februar aus. (Foto: Andreas Walker)

Hundwiler Höhe MIT Saharastaub: Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz in einer Südostströmung die viel Saharastaub zu uns brachte, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Im Bild die Hundwiler Höhi im Kanton Appenzell am 8. März durch Saharastaub getrübt und im Vergleichsbild vom 18. März ohne Saharastaub (genau gleicher Ausschnitt). (Foto: Andreas Walker)

Hundwiler Höhe MIT Saharastaub: Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz in einer Südostströmung die viel Saharastaub zu uns brachte, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Im Bild die Hundwiler Höhi im Kanton Appenzell am 8. März durch Saharastaub getrübt und im Vergleichsbild vom 18. März ohne Saharastaub (genau gleicher Ausschnitt). (Foto: Andreas Walker)

Hundwiler Höhe OHNE Saharastaub: Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz in einer Südostströmung die viel Saharastaub zu uns brachte, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Im Bild die Hundwiler Höhi im Kanton Appenzell am 8. März durch Saharastaub getrübt und im Vergleichsbild vom 18. März ohne Saharastaub (genau gleicher Ausschnitt). (Foto: Andreas Walker)

Hundwiler Höhe OHNE Saharastaub: Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz in einer Südostströmung die viel Saharastaub zu uns brachte, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Im Bild die Hundwiler Höhi im Kanton Appenzell am 8. März durch Saharastaub getrübt und im Vergleichsbild vom 18. März ohne Saharastaub (genau gleicher Ausschnitt). (Foto: Andreas Walker)

Warmes Frühlingswetter mit einem anschliessenden Kälteeinbruch sorgte dafür, dass am 29. März in Grub SG Löwenzahnblumen aus der Schneedecke hervor ragten. (Foto: Andreas Walker)

Warmes Frühlingswetter mit einem anschliessenden Kälteeinbruch sorgte dafür, dass am 29. März in Grub SG Löwenzahnblumen aus der Schneedecke hervor ragten. (Foto: Andreas Walker)

Warmer und schneereicher Februar

Zu Monatsbeginn gab es vor allem in der Westschweiz, im Wallis und auf der Alpensüdseite etwas Niederschlag. Im Zeitraum vom 10. bis 13. Februar überquerte eine Serie von Störungen die westlichen Landesteile und brachte bemerkenswerte Niederschlagsmengen. Die Neuschneemengen im Chablais und im Unterwallis lagen zwischen 100 und 140 cm. In den südlichen Teilen des Juras und in den westlichen Alpen gab es innerhalb von drei Tagen zwischen 90 und 130 mm Niederschlag. Die Schneefallgrenze lag oft zwischen 1200 und 1500 m. Deutlich geringere Niederschlagsmengen wurden in dieser Phase in den östlichen Regionen des Landes gemessen, insbesondere in Graubünden. Mit den gefallenen Neuschneemengen hatte sich die Schneesituation besonders in den Walliser Alpen sowie gebietsweise vom Berner Oberland über die Zentralschweizer Alpen bis zum Alpstein etwas entspannt. Dafür war die Lawinengefahr in dieser Zeit in weiten Teilen der Alpen gross bis sehr gross.

Die Niederschlagssummen vom 1.2. bis 22.2.2026 überschritten in vielen Gebieten bereits die Februarnorm deutlich. In Teilen des Wallis und in der Region Genf war bereits mehr als das Doppelte eines durchschnittlichen Februarniederschlags gefallen, im Mittelland, im Jura, in der Nordschweiz und in Nord- und Mittelbünden verbreitet mehr als 150% des langjährigen Mittels.

Frühlingshaftes Monatsende mit neuen Temperaturrekorden: Ab dem 22. Februar stiegen die Temperaturen schweizweit an und erreichten unter Hochdruckeinfluss ab dem 25. Februar frühlingshafte Werte. An einigen Messstandorten von MeteoSchweiz wurden neue Februar-Temperaturrekorde verzeichnet. Viele Stationen, verteilt über das ganze Land, erreichten im Zeitraum zwischen dem 24. und 27. Februar einen der zehn wärmsten Februarwerte seit Messbeginn.

 

Monatsbilanz Februar 2026

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Februar betrug 1.2 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode von +3.1 °C. Die Temperatur im Februar lag schweizweit über dem Durchschnitt. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen +1.7 °C und +5.0 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +2.7 °C bis +3.7 °C aufwies.

Die monatlichen Niederschlagsmengen im Februar waren verbreitet überdurchschnittlich. Gebietsweise betrug die gefallene Niederschlagssumme mehr als 190 % des langjährigen Mittels. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 75 % und 285 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 110 % bis 200 % aufwies. Die grössten Niederschlagsmengen verzeichnete das Wallis. Die geringsten Niederschlagsmengen fielen auf der Alpensüdseite.

Die monatliche Sonnenscheindauer im Februar lag verbreitet unter dem langjährigen Mittel. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 60% und 113% registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 80 % bis 90 % aufwies. Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode erhielten die Regionen Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden und Wallis. Der Februar brachte verbreitet eine unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer.

 

Sonniger und trockener März

In den ersten 13 Tagen des Monats lagen die Tagesmitteltemperaturen verbreitet 2-5 °C über der Referenzperiode. Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz zwischen einem Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa und einem Tief im westlichen Mittelmeerraum, wodurch sich über der Schweiz eine Südostströmung einstellte. Mit ihr wurde viel Saharastaub in die Schweiz verfrachtet, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Abgesehen von der Trübung war es ein sonniges erstes Monatsdrittel. Die Niederschläge im Zuge einer Kaltfront wuschen die Mineralstaubpartikel am 11. und 12. März wieder aus der Atmosphäre. Mit ihr sanken auch die Temperaturen und gelangten wieder etwas näher an die Referenz.

Am 14. und 15. März führte eine sogenannte Gegenstromlage in den Alpen zu ergiebigem Schneefall. Am Alpensüdhang kam stellenweise sogar mehr als ein Meter Neuschnee zusammen.

Wintereinbruch im Norden, starker Nordwind im Süden: Ab dem Abend des 25. März sorgte eine Nordstaulage am Alpennordhang für einen Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen. Auf der Alpensüdseite kam hinter der Kaltfront starker bis stürmischer Nordwind auf. Die Windspitzen erreichten in den Tälern und Niederungen der Alpensüdseite Werte zwischen 70 und 80 km/h. Mit dem Wintereinbruch sanken die Temperaturen nach einem durchschnittlich temperierten zweiten Monatsdrittel ab dem 26. März schweizweit deutlich unter die durchschnittlichen Werte.

 

Monatsbilanz März 2026

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im März betrug 1.8 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode von +0.4 °C. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen -0.3 °C und +1.4 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +0.2 °C bis +0.9 °C aufwies. Die höchsten positiven Abweichungen verzeichneten die Regionen Jura, Nord- und Mittelbünden und Alpensüdseite. Die grössten negativen Abweichungen wurden auf der  Alpensüdseite registriert. In tieferen Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den höhergelegenen Gebieten der Schweiz.

Die monatliche Niederschlagssumme im März lag verbreitet unter dem Durchschnitt. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 30 % und 168 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 60 % bis 110 % aufwies. Die grössten Niederschlagsmengen verzeichnete die Alpensüdseite. Die geringsten Niederschlagsmengen fielen im Mittelland.

Die monatliche Sonnenscheindauer im März lag verbreitet über dem langjährigen Mittel. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 92 % und 138 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 100 % bis 130 % aufwies. Am meisten Sonnenschein erhielten die Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang. Die geringste Sonnenscheindauer verzeichneten die Alpensüdseite und das Engadin. 

 

Schweizer Karte mit 25 Klimastationen (zu Tabelle Heizgradtage)

Schweizer Karte mit 15 Klimastationen (zu Tabelle Klimadaten Quartal)

Tabellen als PDF:

Heizgradtage April 2025 bis März 2026_Heizgrenze 12°C_Raumtemperatur 20°C

Klimadaten im ersten Quartal 2026

Quelle: MeteoSchweiz, Klimabulletins 2026


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